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Zusammenfassung

1.5. Testsimulationen und Anwendung des Modells

Um beurteilen zu können, ob die verknüpften Modelle den realen Mahlprozess simulieren können, sollte zur Kontrolle ein Vergleich, zwischen den Messdaten der realen Anlage und den aus der Simulation folgenden Daten, durchgeführt werden. Da sich die Simulation bezugnehmend auf die Massenströme eigenständig prüft, kann davon ausgegangen werden, dass die Bedingung

Massestrom Aufgabe = Massestrom Produkt

erfüllt ist, wenn ein stationärer Zustand angezeigt wurde. Ob die Masseströme im System mit denen aus der realen Mahlung übereinstimmen wird überprüft, indem die simulierten Massenströme aus dem Programm heraus abgerufen und verglichen werden. Eine weitere Kontrollmöglichkeit ergibt sich durch den Vergleich der Partikelgrößenverteilungen des simulierten Mahlproduktes mit der des realen Produktes. Im günstigsten Fall sollten diese Verteilungen identisch sein. In Abb. 8 ist die Partikelgrößenverteilung des simulierten Mahlproduktes und des realen Produktes bei einer Sichterdrehzahl von 5000 U/min abgebildet.


Abb. 8: Vergleich der Partikelgrößenverteilung

Daraus ist gut zu erkennen, dass ein sehr gutes Simulationsergebnis vorliegt, denn die Verteilungssummenfunktionen der realen und simulierten Mahlung sind fast identisch. Weiterhin können ebenso die Grobgut-und Umlaufmasseströme durch den Vergleich der Partikelgrößenverteilung kontrolliert werden.

Um durch Simulation die Auswirkungen von Einstellungen wie der Sichterdrehzahl oder Spaltweite vorauszusagen, sollten bestimmte Vorüberlegungen durchgeführt werden. Zum einen stellt sich die Frage, welche Partikelgrößenverteilung bzw. welche obere Korngröße angestrebt wird. Zum anderen muss vorgegeben werden mit welchem Durchsatz die Anlage betrieben werden soll.

In der folgenden Abbildung sind im Abstand von 1000 U/min die Partikelgrößenverteilungen alle Simulationsprodukte mit den dazugehörigen Sichterdrehzahlen dargestellt, welche mit dem Modell ALTBETON simuliert wurden.


Der Abbildung kann entnommen werden, dass mit steigender Sichterdrehzahl die Feinheit der Produkte zunimmt. Allerdings ist diese Zunahme bei hohen Sichterdrehzahlen sehr gering. Dieses Simulationsergebnis stimmt mit den Erfahrungen aus realen Mahlungen überein.



 
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