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2. ZusammenfassungUnter Hinzuziehung der Software PMP–Compact konnte demonstriert werden, wie die einzelnen Modellobjekte des Mahlkreislaufes unter Verwendung der ermittelten Messdaten erstellt werden können und damit eine Simulation der Gesamtanlage möglich ist. Nach dem Vergleich der Partikelgrößenverteilungen der real durchgeführten und der simulierten Mahlung zeigte sich, dass eine gute Übereinstimmung erreicht wird. Weiterhin konnten zusätzliche widerspruchsfreie Durchläufe simuliert werden, welche aus Zeitgründen in der Praxis nicht durchführbar waren. Die Ergebnisse dieser Simulationen fügten sich in das Schema der Versuchsmahlungen ausgezeichnet ein, worin sich einer der wichtigsten Vorteile der Modellierung zeigt - die Zeiteinsparung. Da durch die Simulation der spezifische Energieverbrauch berechnet wird, ist es möglich durch Variation des Anlagedurchsatzes, der Sichterdrehzahl und der Mühlenspaltweite einen Kreislaufprozess zu entwickeln, welcher mit einer optimalen Energieeffizienz arbeitet. Daraus ergibt sich ein zweiter Vorteil der Modellierung, der darin besteht, dass die aufzuwendende Energie für eine zu erreichende Produktfeinheit mit Hilfe vorausberechneter Anlageneinstellungen auf das nötigste reduziert werden kann. Die bisher vorgestellten Modelle sind stoffabhängig. Die Entwicklung eines stoffunabhängigen Modells erscheint für den Sichtvorgang möglich, da sich die Sichteigenschaften aus der Dichte des zu sichtenden Materials sehr gut ableiten lassen. Für den Mahlvorgang ist dies problematisch, da das Zerkleinerungsverhalten eines Stoffes eine komplexe, nicht explizit angebbare Größe ist, so dass das Zerkleinerungsverhältnis und die Kornanreicherungskurve nur schwer ohne Versuchsdurchläufe bestimmbar sind. Die hier vorgestellte Modellierung stellt eine auf Messwerten basierende Beschreibung von Mahl-und Sichtprozessen dar, die bezüglich der erreichbaren Präzision und der Übereinstimmung mit den in der Realität ablaufenden Vorgängen brauchbare Ergebnisse liefert, auch wenn gegenwärtig in den Prozessräumen von Zerkleinerungs- und Klassiermaschinen Mikro- und Makroprozesse noch nicht mit befriedigender Genauigkeit beschrieben werden können. Literaturverzeichnis[1] HÖFFL, K.: Zerkleinerungs- und Klassiermaschinen; Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie 1985 [2] SCHUBERT, H.: Aufbereitung fester mineralischer Stoffe, Band I; Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie 1987 [3] Heimann, D.: Untersuchungen zum Mahlverhalten von Altbeton; Diplomarbeit, Bauhaus-Universität Weimar 2000 [4] BREY, A.: Mahlbarkeit von Feststoffen; Praktikum „Mechanische Verfahrenstechnik“; Bauhaus-Universität Weimar 1988 [5] GRAINSOFT: PMP-Compact Die Software für die mechanische Verfahrenstechnik; Benutzerhandbuch; GRAINsoft GmbH 1998 [6] ESPIG, D., REINSCH, V.: Die Kornanreicherungskurve – Ein wertvolles Hilfsmittel für die Partikeltechnologie; Freib. Forsch. – H. A841 1998, S. 118 - 122 |