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3.3 Spezifischer Energiebedarf Neben dem Anlagendurchsatz ist für den Anlagenbetreiber der Energiebedarf einer Mahlung von besonderem Interesse. Dazu wurde der Energiebedarf der Mühle gemessen und auf den Anlagendurchsatz bezogen. Die Abhängigkeit dieser spezifischen Mahlenergie von der Produktkorngröße – eingangs als „Mahlkurve“ bezeichnet – wird in Bild 7 für die fünf untersuchten Stoffgruppen dargestellt. Unabhängig von der Stoffart steigt die benötigte Mahlenergie mit abnehmender Produktkorngröße hyperbolisch an. Im Produktkorngrößenbereich 20 m < x80 < 60 m ist der Anstieg mit ca. 2 kWh/t pro Abnahme der Korngröße um 1 ?m gering. Dagegen hat eine um 1 m feinere Aufmahlung im Bereich 4 m < x80 < 10 m im Mittel einen Anstieg der Mahlenergie um ca. 50 kWh/t zur Folge. Der Mahlenergiebedarf je nach Stoffart ist in Bild 8 dargestellt. In Analogie zu Bild 6 wurde die spezifische Mahlenergie für Produktkorngrößen x80 von 10, 20 und 30 m aus den Trendkurven berechnet. Supplementary tests had to be carried out on a laboratory scale to check this conformity also for the material groups of used concrete and broken bricks not tested so far. For reasons of comparability these tests were extended to all the materials mentioned in Table 1. The experiments were carried out, following the Bond test, with a laboratory ball mill with a diameter of 260 mm and a length of 370 mm, an n/ncrit ratio of 0.81 and a sieve with an aperture width of 200 m, in such a way that a “circulating load” of 250 % (recycle ratio 3.5 or 350%) was achieved. Fig. 6a shows the measured results of the Bond tests. Compared with the results of the closedcircuit grinding mill in Fig. 6b, there is the same tendency as regards the grinding behaviour. To improve the representation, the specific material throughputs of the plant had been interpolated from the trend curves for a uniform product particle size x80 of 30 m. Smaller values of the working index according to Bond and larger plant throughputs, with the same product fineness, are equivalent to an improved grindability. 3.3 Specific power requirement Next to the plant throughput, the power requirement for grinding is essential for the plant operator. Therefore, the power consumption of the mill was measured and related to the plant throughput. The dependence of this specific grinding energy on the product particle size – above called “grindability curve” – is shown in Fig. 7 for the five material groups tested. Irrespective of the type of material, the required grinding power is increased hyperbolically with decreasing product particle size. In the particle-size range of 20 m < x80 <60 m, the increase amounting to approx. 2 kWh/t per decreased grain size by 1 ?m is low. By contrast, grinding finer by 1 ?m in the range of 4 m < x80 < 10 m results in an increase of the grinding power of approx. 50 kWh/t on average. Fig. 8 shows the power requirement for grinding depending on the type of material. Analogous to Fig. 6, the specific grinding power for product particle sizes x80 of 10, 20 and 30 m was calculated on the basis of the trend curves. Granulated blastfurnace slag and used concrete have approximately the same grinding behaviour. The specific power consumption for cement clinker is slightly lower.
Hüttensand und Altbeton zeigen annähernd gleiches Mahlverhalten. Der spezifische Energieverbrauch für Zementklinker liegt geringfügig niedriger. Für Kalkstein existiert nur ein Messpunkt zum Energieverbrauch bei einer Produktkorngröße von 32 m. Ziegelbruch hat von den hier untersuchten Materialien den geringsten Energiebedarf. Dem Diagramm zufolge entspricht der Energiebedarf für die Mahlung des Ziegelbruchs auf x80 = 20 m in erster Näherung dem der Mahlung des Zementklinkers auf x80 = 30 m. Die in der Kreislaufmahlanlage ermittelten spezifischen Mahlenergien liegen aufgrund des geringen Anlagendurchsatzes naturgemäß oberhalb der für technische Anlagen typischen Werte. Die Aussagen zum Einfluss der Stoffart und der Produktkorngröße bleiben aber trotz dieses Sachverhaltes gültig. 4. Untersuchungsergebnisse zur verfahrenstechnischen Beschreibung von Mühle und Sichter Ausgangspunkt der verfahrenstechnischen Modellierung der Kreislaufmahlanlage ist die getrennte Beschreibung zunächst von Mühle und Sichter anhand der Partikelgrößenverteilungen des zu- und abgeführten Materials, des Durchsatzes sowie anlagenspezifischer Kennlinien. Darauf aufbauend kann die Bilanzierung der Einzelaggregate erfolgen und ein Prozessmodell der Gesamtanlage entwickelt werden. Dieses berücksichtigt den umlaufenden Materialstrom zwischen den einzelnen Aggregaten. Durch die Einbeziehung von spezieller Software [9] bleibt der Aufwand für eine solche Modellierung überschaubar. Die Parameter, die für die getrennte Bewertung der Hauptaggregate verwendet wurden, sind in Tabelle 2 definiert. Durch diese Größen wird der Zerkleinerungseffekt der Mühle bzw. der Klassiereffekt des Sichters wie folgt dargestellt: – Die in der Mühle erreichte Partikelgrößenreduktion wird punktuell durch das Zerkleinerungsverhältnis bewertet, welches als Quotient der x80-Werte des Zustroms und des Abstroms der Mühle definiert ist. Eine differenziertere Beschreibung der erreichten Zerkleinerungseffekte für den gesamten Partikelgrößenbereich ist mit Hilfe des Kornanreicherungsverhältnisses (particle concentration rate pcr) [9, 10] möglich. Dieses ist als Quotient der normierten Partikelgrößenverteilungsdichten des Abstroms und des Zustroms definiert. Die normierten Klasseneinteilungen werden als Quotient der betrachteten Korngröße und einer Bezugskorngröße gebildet. Als Bezugskorngröße wird die Korngröße gewählt, für die die Summenverteilung Q(x) einen Bezugswert Q* annimmt. Vorzugsweise wird der x80-Wert verwendet. Eine Anreicherung von Partikeln in den einzelnen Korngrößenklassen stellen Werte größer 1,0 dar, während Werte kleiner 1,0 einer Abreicherung entsprechen. – Die Beurteilung des Trennerfolgs durch den Sichter erfolgt durch den Trenngrad. Analog zum Kornanreicherungsverhältnis ist der Trenngrad als Quotient aus zwei Partikelgrößenverteilungsdichten definiert. Zusätzlich geht hier die Aufteilung des Zustroms in Grobgut und Feingut ein. Mit den in Tabelle 2 dargestellten Messwerten, die bei der Zerkleinerung von Zementklinker gemessen wurden, wird beispielsweise ein Zerkleinerungsverhältnis der Mühle von 3,4 errechnet. Die Trennkorngröße des Sichters, liegt für das gleiche Beispiel bei einem Wert von 4,3 m. Aus den Analyseergebnissen der durchgeführten Mahlungen ist bekannt, dass das Zerkleinerungsverhältnis mit steigendem Mühlendurchsatz abnimmt. Für diese Abhängigkeit kann auf der Basis der gemessenen Mühlendurchsätze und der dazugehörigen Zerkleinerungsverhältnisse ein Potenzproduktansatz ermittelt werden, der die Mühlenkennlinie There is only one measuring point for limestone power consumption shown for a product particle size of 32 m. Broken bricks have the lowest power requirement of the materials tested. According to the diagram, the power requirement for grinding broken bricks down to x80 = 20 m corresponds to that of cement clinker grinding down to x80 = 30 m to the first approximation.
darstellt (Bild 9). Im Unterschied zu den Betrachtungen unter Punkt 3 ist für diese Kennlinie der Mühlendurchsatz die entscheidende Einflussgröße. Dieser liegt aufgrund der Ausbildung von Kreisläufen beträchtlich über dem Anlagendurchsatz. Für das Betriebsverhalten des Sichters folgt aus der Analyse der experimentellen Daten der Zusammenhang zwischen der Trennkorngröße und der Sichterraddrehzahl (Bild 10). Diese Sichterkennlinie weist ein wesentlich höheres Bestimmtheitsmaß als die Mühlenkennlinie auf. Die Dichteunterschiede der untersuchten Materialien, die bis zu 0,7 g/cm3 betragen, wirken sich kaum auf die Trennkorngröße aus.
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