Home » Publikationen » Visualisierung und Simulation von Aufbereitungsprozessen - Verfahrenstechnische Charakterisierung der Einzelaggregate
Beitragsseiten
Visualisierung und Simulation von Aufbereitungsprozessen
Empirische Modelle am Beispiel einer Kreislaufmahlanlage
Verfahrenstechnische Charakterisierung der Einzelaggregate
Modellierung der Gesamtanlage
Autoren

Verfahrenstechnische Charakterisierung der Einzelaggregate

Die Zerkleinerungswirkung der Mühle kann durch das Zerkleinerungsverhältnis dargestellt werden


Aus den Analysen der durchgeführten Mahlungen ergibt sich, dass mit steigendem Mühlendurchsatz das Zerkleinerungsverhältnis abnimmt (Bild 6). Außerdem besteht eine Abhängigkeit von der Materialart. So ergeben sich für????? den Hüttensand geringfügig geringere Zerkleinerungsverhältnisse im Vergleich zu Zementklinker, was auf die bekanntermaßen schlechtere Mahlbarkeit dieses Materials zurückzuführen ist [6,7,8]. Allerdings stehen diesen geringen Unterschieden relativ große Messwertstreuungen gegenüber, so dass für beide Materialien eine gemeinsame Mühlenkennlinie ermittelt wird.

Eine differenziertere Beschreibung der erreichten Zerkleinerungseffekte für den gesamten Partikelgrößenbereich ist mit Hilfe des von [9] vorgeschlagenen Kornanreicherungsverhältnisses (particle concentration rate pcr) möglich, das als Quotient der normierten Partikelgrößenverteilungsdichten des Abstroms und des Zustroms definiert ist. Die normierten Klasseneinteilungen werden als Quotient der betrachteten Korngröße und einer Bezugskorngröße gebildet. Als Bezugskorngröße wird hier die Korngröße x80 gewählt. Eine Anreicherung von Partikeln in den einzelnen Kornklassen stellen alle Werte größer 1 dar, während Werte kleiner 1 einer Abreicherung entsprechen.


Bild 6: Zerkleinerungsverhältnis in Abhängigkeit vom Mühlendurchsatz (m& Aufgabe + m& Grobgut ) für Hüttensand und Zementklinker


Bild 7: Verteilungsdichtefunktionen von Mühleneingang und Mühlenausgang und daraus berechnete Kornanreicherungsfunktion

Die Beurteilung des mit dem Sichter erreichten Trennerfolgs kann mittels des Trenngrads vorgenommen werden. Analog zum Kornanreicherungsverhältnis ergibt sich der Trenngrad als Quotient aus zwei Partikelgrößenverteilungsdichten. Zusätzlich geht hier die Aufteilung des Eingangs in Grobgut und Feingut ein:


Für das Betriebsverhalten des Sichters folgt aus der Analyse der experimentell ermittelten Trenngradkurven T = f(x) der Zusammenhang zwischen der Trennkorngröße xT

und der Sichterraddrehzahl (Bild 8). Die Sichterkennlinie weist ein wesentlich höheres Bestimmtheitsmaß als die Mühlenkennlinie auf. Die Dichteunterschiede der untersuchten Materialien, die bis zu 0,3 g/cm3 betragen, wirken sich kaum auf die Trennkorngröße aus.

Bild 8: Trennkorngröße in Abhängigkeit von der Sichterraddrehzahl



 
© 2010 www.epromod.de