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Modellierung der Gesamtanlage Aufbauend auf der Bilanzierung der Einzelaggregate und der Ermittlung der Apparatekennlinien können stoffspezifische Prozessmodelle der Gesamtanlage entwickelt werden, welche den zwischen den Apparaten umlaufenden Materialstrom berücksichtigen. Diese Prozessmodelle erlauben eine Vorausberechnung beliebiger Anlageneinstellungen für die untersuchten Stoffe. So können beispielsweise für eine gewünschte Feinheit eines bestimmten Produktes die Sichterraddrehzahl als Einstellparameter und die sich ergebenden Massenströme ermittelt werden. Umgekehrt kann auch die Korngrößenverteilung des Produkts und der Anlagendurchsatz berechnet werden, wenn die Sichterraddrehzahl vorgegeben wird. Einen erster Eindruck zur Güte der Simulation, die mit dem hier vorgestellte Prozessmodell erreicht wird, ergibt sich aus Bild 9, auf dem die Partikelgrößenverteilungen der realen Mahlprodukte (Linien schwarz bzw. grün) denen der simulierten Produkte (Linien rot bzw. blau) gegenübergestellt sind. Wie zu erkennen ist, liegt eine weitestgehende Übereinstimmung vor. Allerdings zeigt sich, ?????dass die simulierten Verteilungen in einigen Abschnitten keinen stetigen Verlauf aufweisen und nicht durchgehend mit der realen Verteilung übereinstimmen. Eine Verbesserung der Übereinstimmung lässt sich einerseits durch die Weiterentwicklung der dem Prozessmodell zugrunde liegenden Algorithmen erreichen. Andererseits beeinflusst auch die Qualität der für die Verifizierung des Prozessmodells zur Verfügung stehenden experimentellen Daten die Güte der Simulation. Hier sind insbesondere in bezug auf die Mühlenkennlinie Verbesserungen erforderlich. Bild 9: Partikelgrößenverteilungen von realer und simulierter Mahlung Das hier beschriebene Prozessmodell kann derzeit nur auf Materialien mit bekannten Mahlbarkeitseigenschaften angewendet werden. Deshalb haben Untersuchungen zur Mahlbarkeit nach wie vor ihre Berechtigung. ZusammenfassungEs werden zwei Arten von Modellen vorgestellt, mit denen Aufbereitungsvorgänge nachgebildet werden können. Als erstes wird auf die Visualisierung eing????????º??9egangen, die darauf abzielt, die Abläufe in Aufbereitungsapparaten vereinfacht, auf das wesentliche konzentriert, aber richtig verstanden in Animationen nachzubilden. Der zweite Modelltyp ist in die Gruppe der empirischen Modelle einzuordnen. Diese Modelle geben die Zusammenhänge zwischen den Durchsätzen durch ein System, den Anlagenparametern sowie den Materialeigenschaften und deren Verteilung wieder. Am Beispiel der Mahlung von Zementklinker und Hüttensand in ein?????er kleintechnischen Kreislaufmahlanlage wird die Vorgehensweise bei der Erstellung solcher Modelle und die Möglichkeiten der Prozesssimulation mit diesen Modellen diskutiert. Literatur[1] GSCHAIDER, H.J: EDV-Simulation stationärer Betriebszustände in der Mineralaufbereitung. Schüttgut 8 (2002), H.2, S.124-127. [2] WIENKE, L.: e-processing - Computeranimation der Arbeitsweise von Backen-und Prallbrecher. Bauhaus-Universität Weimar Studienarbeit, 1999. [3] WADE, L.: 4-Dimensional computer visualisation as an aid in mining education. Computer Applications in the minerals Industries. Xie, Wabg & Jiang (eds) 2001 Swets & Zeitlinger, Lisse, ISBN 90 5809 1740. [4] WIENKE, L.; LANDER, S.; STARK, U.; MÜLLER, A.: Untersuchungen zur Mahlung von Rohstoffen, Abfällen und Zwischenprodukten in einer kleintechnischen Anlage, eingereicht bei ZKG INTERNATIONAL. [5] GRAINsoft: PMP-Compact - Die Software für die mech?????anische Verfahrenstechnik. Benutzerhandbuch GRAINsoft GmbH Freiberg, 1998. [6] SCHILLER, B.: Mahlbarkeit der Hauptbestandteile des Zementes und ihr Einfluss auf den Energieaufwand beim Mahlen und die Zerkleinerungseigenschaften. Dissertation RWTH Aachen, 1992. [7] LOHNHERR, L.; MENZEL, K.: Betriebserfahrungen bei der Herstellung von Zementen mit der Rollenmühle. ZKG INTERNATIONAL, 52 (1999), Nr. 3, S. 136-146. [8] MARCHAL, G.: Le Broyage de Laitier. Ciments, Bètons, Plâtres, Chaux (2000), Mars-Avril, S. 20-31. [9] ESPIG, D.; REINSCH, V.: Die Kornanreicherungskurve – ein
wertvolles Hilfsmittel für die Partikeltechnologie, in „Partikeltechnologie“
Vorträge und Poster zum 49. Berg- und Hüttenmännischen Tag 1998 in Freiberg.
Freiberger Forschungshefte A 841 (1998), S. 118-132. |