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Visualisierung und Untersuchungen zur Optimierung der Setzmaschinentechnik
Versuche zur Optimierung der Setzmaschinentechnik
Versuchsstand
Einfluss der Dichteunterschiede der Materialgemische
Einfluss der Schwingungsform
Zusammenfassung

5 Versuchsergebnisse

5.1 Einfluss der Dichteunterschiede der Materialgemische

In Tabelle 3 sind die Versuchsergebnisse der untersuchten Materialgemische im Vergleich aufgeführt. Es wurden asymmetrische Schwingungsformen gewählt, die im Laufe der Versuche als günstig erkannt wurden. Die Einstufung der Sortierbarkeit q kann mit den aufgeführten Versuchen bestätigt werden. Für das Gemisch Ziegel / Altbeton wurde eine Sortierbarkeit von 1,33 berechnet, bei der nach SCHUBERT eine Trennung nur bei gröberem Gut mit mäßigem Erfolg möglich ist. Obwohl für dieses Gemisch optimale Versuchsparameter gewählt wurden, war keine Trennung möglich. Die drei anderen Gemische hingegen haben einen q-Wert größer 2,5. Erwartungsgemäß konnte bei relativ geringer Setzzeit und kleinem Hub eine gute Trennung erreicht werden.

5.2 Einfluss des Hubs

Der Hub ist in erster Linie nach den Erfordernissen der Auflockerung festzulegen und hängt folglich von der Setzbetthöhe bzw. der oberen Aufgabekorngröße d0 ab. Für den optimalen Hub wird folgender empirisch ermittelter Zusammenhang angegeben [5]:

Tabelle 3: Materialgemische und ihre Setzbarkeit

Versuch Kurvenform Setzdauer sonstige augenscheinliche in [s] Parameter Beurteilung Ziegel / Altbeton K7 120 h= 19 mm —

Hub

Ziegel / Altbeton K5P 60 h= 19 mm —

Hub

Steinkohle / Altbeton K7 60 h= 14 mm +

Hub

Steinkohle / Altbeton K5P 60 h= 14 mm ++

Hub

Steinkohle / Ziegel K7 30 h= 14 mm ++

Hub

Steinkohle / Ziegel K5P 60 h= 14 mm ++

Hub

Gipskarton / Altbeton K7 30 h= 14 mm +++

Hub

Gipskarton / Altbeton K5P 60 h= 14 mm +

Hub


K7 - asymmetrische Schwingung ähnlich wie Abb. 2b

K5P - asymmetrische Schwingung ähnlich wie Abb. 2c mit Impuls

++++ perfekte durchgehende Schichtung +++ perfekte Schichtung in der Mitte / Rand leicht vermischt – leichte Schichtung – – dünne Leichtgutschicht auf dem Setzbett

++ perfekte Schichtung in der Mitte / Rand stark vermischt – – – keine Veränderung
48 + gute Schichtung in der Mitte / Rand stark vermischt

0,6h in mm h=8,1·d0d0 in mm (1)

Nach diesem Zusammenhang würde sich bei einer oberen Korngröße von 4 mm ein Hub von rund 19 mm ergeben. Da sich ein größerer Hub positiv auf das Setzergebnis auswirkt, sollte für alle Versuche ein Hub von 20 mm eingestellt werden. Während der Versuche zeigte sich allerdings, dass der maximale Hub abhängig von der Kurvenform ist und die 20 mm nicht immer erreicht werden konnten. Aus diesem Grund wurde entschieden, teilweise mit einem Hub von 14 mm zu arbeiten, um dennoch die verschiedenen Kurvenformen miteinander vergleichen zu können. Die Abb. 6 veranschaulicht am Beispiel des Steinkohle-Altbeton-Gemisches, dass ein größerer Hub zu einem besseren Setzergebnis führt. Die Setzdauer betrug bei beiden Versuchen 20 Sekunden. Bei einem Hub von 14 mm konnte keinerlei Schichtung festgestellt werden, dagegen erfolgte bei einem Hub größer 19 mm eine schon fast perfekte Trennung.



 
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