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6 ZusammenfassungDas seit Jahrhunderten bekannte und vor allem im Bergbau und in der Kiesindustrie eingesetzte Verfahren des Dichtesortierens durch Nasssetzen erhält gerade durch das in den letzten Jahren immer mehr forcierte Recyceln von Wertstoffen neue Impulse. Diesem Verfahren eröffnen sich dadurch ständig weitere Anwendungsgebiete – es gewinnt an Bedeutung. Um Nasssetzmaschinen optimal einsetzen zu können, werden quantifizierbare Kenntnisse deshalb immer wichtiger. Damit eine optimale Abstimmung der Setzmaschinen auf die jeweilige Aufgabenstellung und eine gezielte Weiterentwicklung möglich wird, soll ein Modell zur Beschreibung des Nasssetzprozesses auf Basis theoretischer Betrachtungen und empirischer Untersuchungen entwickelt werden. Anhand der bereits durchgeführten Untersuchungen konnten wichtige Daten für eine Modellierung gesammelt werden. Im Vordergrund dieser Untersuchungen stand die Kurvenform des Setz-Hub-Diagramms, allerdings war es ebenfalls erforderlich, Parameter wie die Zeit, den Hub oder die Frequenz zu variieren. Insgesamt konnten 13 Kurvenformen in 52 Testreihen und 140 Versuchen untersucht werden. Während der Versuche stellte sich heraus, dass ein größerer Hub den Setzvorgang erheblich verbessert. Eine größere Setzdauer hat ganz klar einen positiven Einfluss. Jedoch konnte bei Problemgemischen mit geringeren Dichteunterschieden festgestellt werden, dass auch bei sehr langen Setzvorgängen keine Verbesserungen zu beobachten sind. Ebenso verhält es sich mit der Setzbetthöhe. Je geringer sie ist, desto besser ist das Setzergebnis. Bei den untersuchten Modellgemischen Steinkohle/Altbeton, Steinkohle/Ziegel und Altbeton/Gipskarton konnten gute Trennergebnisse erreicht werden. Jedoch konnte bei dem Materialgemisch Altbeton/Ziegel auch bei Verwendung optimaler Versuchsparameter kein Ansatz zu einer Schichtbildung erreicht werden. Bei den Schwingungsformen stellte sich klar heraus, welche Kurvenform 49 Schwerpunktthema: Forschung für die Praxis bei den vorhandenen Parametern ungeeignet für den Setzvorgang ist. Positive Trennerfolge konnten mit den asymmetrischen Schwingungen erreicht werden. Zum Einsatz des Impulses ergab sich, dass dieser einen positiven Effekt haben kann, aber auch die eigentliche Schwingung zerstören kann. Bei den durchgeführten Versuchen konnte die Aussage aus der Fachliteratur bestätigt werden, dass eine schnelle Anhubphase und eine darauf folgende lange Setzphase eine positive Wirkung auf den Setzvorgang haben. Auf Basis der in den Vorversuchen gewonnenen Erkenntnisse wird nun begonnen, eine optimierte Setzmaschine zur nassmechanischen Sortierung von Stoffen nach ihren spezifischen Gewichten zu entwickeln. 7 Quellenverzeichnis[1] Marx, G.; Moskala,R.; Schneider-Kühn, U.: Dichtesortieren auf Nasssetzmaschinen. Aufbereitungs-Technik 40 (1999)5, S. 215–224. [2] Hemming, W.: Verfahrenstechnik. Vogel Buchverlag, Würzburg 1993. [3] Magin, S.: Verfahrenstechnische Auslegung von Schwingsetzmaschinen, Diplomarbeit Fachhochschule Düsseldorf, Fachbereich Maschinenbau und Verfahrenstechnik, April 1997. [4] Mayer, F.W.: Eine neue Erklärung des Setzvorganges und ihre Folge für die zweckmäßige Gestaltung des Setzhubdiagramms. Glückauf 87 (1951)33/34, S. 776–783. [5] Schubert, H.: Aufbereitung Fester Stoffe. Band II: Sortierprozesse. Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie, Stuttgart 1996, S. 41–71. [9] Kellerwessel, H.: Setzmaschinen, besonders für Recyclingaufgaben – Möglichkeiten, Grenzen, Bauarten. Aufbereitungs-Technik 34 (1993), 10, S. 521-530. |