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Modellierung und Untersuchungen zur Optimierung der Setzmachinentechnik
Versuche zur Optimierung der Setzmaschinentechnik
Versuchsstand
Einfluss des Hubs
Zusammenfassung


4.2 Versuchsstand

Der Versuchsstand wurde vom IFF Weimar e.V. konstruiert. Als Erregersystem kommt der TIRAVib-Shaker zum Einsatz, welcher sich im Technikum des IFF Weimar e.V. befindet. Dieser wurde speziell für die Setzversuche mit einer Wanne und einem Setzgutträger ausgerüstet.

Am Versuchsstand können folgende Parameter variiert werden:

  • Setzbetthöhe
  • Frequenz
  • Kurvenform
  • Dauer des Setzprozess
  • Hub
  • Wasserhöhe in der Wanne

Da eine Variation aller Parameter aus Zeitgründen nicht realisierbar war, wurden nur die entscheidenden Einflussgrößen, wie Frequenz, Kurvenform, Hub und die Dauer verändert. Eine Setzbetthöhe von 10•d0=40mm bis 20•d0=80mm, wie sie Schubert vorschlägt [5], konnte nicht realisiert werden, da der Siebrand nur 70 mm hoch ist und das Material beim Setzvorgang über den Siebrand befördert würde. Experimentell erwies sich eine Setzbetthöhe von 45 mm als ideal. Schwerpunkt der Versuche war es, den Einfluss der Schwingungsform auf das Setzergebnis zu untersuchen. Insgesamt konnten 13 Kurvenformen in 52 Testreihen und 140 Versuchen untersucht werden.

4.3 Ergebniserfassung

Die Ergebniserfassung erfolgte visuell bzw. durch eine Bildanalyse, durch Dichtemessungen an einzelnen Proben und durch die Bilddokumentation und durch den Schwingungssensors an der Wanne. Der Sensor registriert mit Hilfe eines Lasers die Bewegungen der Wanne in Abhängigkeit von der Zeit. Damit ist es möglich, das Weg-Zeit-Diagramm (Abb. 5) jedes Versuches aufzuzeichnen und später auszuwerten. Ebenso gibt dieses Signal Aufschluss über den aktuellen Hub. Für die visuellen Erfassung der Schichtung wurde das Material bis zur Hälfte des Setzbettträgers entfernt. Anschließend wurde die Schichtung von schräg oben fotografiert (siehe Abb. 4). Die Position der Kamera wurde während der gesamten Versuchsreihe nicht verändert.

Abb. 4: Bilderfassung des Setzergebnisses hand der Farbunterschiede erkannt, welcher Anteil an Leichtgut sich im unteren Schwergutbereich befindet.

Bei der Computerauswertung wird das Bild in zwei Bereiche geteilt, den oberen Teil, welcher die Leichtgutschicht darstellt und den unteren Teil mit der Schwergutschicht. Für die Auswertung ermittelt nun der Computer den Anteil an schwarzer Farbe im unteren Teil. Je geringer dieser prozentuale Wert ist, desto besser ist die Schichtung gelungen. Der Wert für den prozentualen Anteil der schwarzen Farbe im Schwergutbereich wird nachfolgend immer mit ps bezeichnet.

Zusätzlich erfolgt am Ende einer Versuchsreihe eine Probenahme. Hierbei wird schichtweise das Leichtgut und das Schwergut entnommen. Anhand einer späteren Dichtebestimmung können Aussagen über den Erfolg des Setzvorganges getroffen werden.


Abb. 5: Bilderfassung des Setzergebnisses

5 Erkenntnisse aus den Versuchen

5.1 Einfluss der Dichteunterschiede der Materialgemische

In Tabelle 3 sind die Versuchsergebnisse aller Materialgemische aufgeführt. Es wurden asymmetrische Schwingungsformen gewählt, die im Laufe der Versuche als günstig erkannt wurden.

Tabelle 3: Materialgemische und ihre Setzbarkeit

Versuch Kurvenform Setzdauer in [s] sonstige Parameter augenscheinliche Beurteilung
Ziegel / Altbeton K7 120 hHub=19 mm
Ziegel / Altbeton K5P 60 hHub=19 mm
Steinkohle / Altbeton K7 60 hHub=14 mm +
Steinkohle / Altbeton K5P 60 hHub=14 mm ++
Steinkohle / Ziegel K7 30 hHub=14 mm ++
Steinkohle / Ziegel K5P 60 hHub=14 mm ++
Gipskarton / Altbeton K7 30 hHub=14 mm +++
Gipskarton / Altbeton K5P 60 hHub=14 mm +
K7 - asymmetrische Schwingung ähnlich wie Abb. 2b K5P - asymmetrische Schwingung ähnlich wie Abb. 2c mit Impuls ++++ perfekte durchgehende Schichtung - leichte Schichtung +++ perfekte Schichtung in der Mitte / Rand leicht vermischt dünne Leichtgutschicht auf dem Setzbett ++ perfekte Schichtung in der Mitte / Rand stark vermischt keine Veränderung + gute Schichtung in der Mitte / Rand stark vermischt

Die Einstufung der Sortierbarkeit q kann mit den aufgeführten Versuchen bestätigt werden.
Für das Gemisch Ziegel / Altbeton wurde eine Sortierbarkeit von 1,33 berechnet, wobei
nach SCHUBERT eine Trennung nur bei gröberem Gut mit mäßigem Erfolg möglich ist.
Obwohl für dieses Gemisch optimale Versuchsparameter gewählt wurden, war keine Tren-
nung möglich.
Die drei anderen Gemische hingegen haben einen q-Wert größer 2,5 und es zeigte sich,
dass bei relativ geringer Setzzeit und kleinem Hub eine gute Trennung erreicht werden
kann.



 
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