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Darstellung und Optimierung der Setzmaschinentechnik
Grundsätzlicher Aufbau und Funktionsweise von Nasssetzmaschinen
Versuchsmaterial
Ergebniserfassung
Einfluss des Hubs
Zusammenfassung

4.3 Ergebniserfassung

Die Ergebniserfassung erfolgte visuell bzw. durch eine Bildanalyse, durch Dichtemessungen an einzelnen Proben und durch die Bilddokumentation. Während des Versuches wurden mit Hilfe eines an der Wanne angebrachten Schwingungssensors die Bewegungen der Wanne in Abhängigkeit von der Zeit gemessen. Damit ist es möglich, das Weg-Zeit-Diagramm (Abb. 4) jedes Versuches aufzuzeichnen und später auszuwerten. Ebenso gibt dieses Signal Aufschluss über den aktuellen Hub.


Abb. 4: Bilderfassung des Setzergebnisses

Für die visuellen Erfassung der Schichtung wurde das Material bis zur Hälfte des Setzbettträgers entfernt. Anschließend wurde die Schichtung von schräg oben fotografiert (siehe Abb. 5). Die Position der Kamera wurde während der gesamten Versuchsreihe nicht verändert.


Die Auswertung der fotografisch festgehaltenen Setzergebnisse erfolgte nach zwei Methoden. Die eine ist die augenscheinliche Begutachtung der Schichtung, wobei das Setzergebnis in einzelne Ergebnisklassen, von vollständiger Trennung (+++) bis keinerlei Trennung (-), eingestuft wird. Die zweite Methode ist die Bildauswertung am Computer. Hierbei wird anhand der Farbunterschiede erkannt, welcher Anteil an Leichtgut sich im unteren Schwergutbereich befindet.

Bei der Computerauswertung wird das Bild in zwei Bereiche geteilt, den oberen Teil, welcher die Leichtgutschicht darstellt und den unteren Teil mit der Schwergutschicht. Für die Auswertung ermittelt nun der Computer den Anteil an schwarzen Partikeln im unteren Teil. Je geringer dieser prozentuale Wert ist, desto besser ist die Schichtung gelungen. Der als ps bezeichnete schwarze Flächenanteil bewegt sich zwischen 0 und 50 %. 0 % bedeutet eine ideale Trennung. Bei 50 % hat keinerlei Trennung stattgefunden. .

Zusätzlich erfolgt am Ende einer Versuchsreihe eine Probenahme. Hierbei wird schichtweise das Leichtgut und das Schwergut entnommen. Anhand einer späteren Dichtebestimmung können Aussagen über den Erfolg des Setzvorganges getroffen werden.

5 Versuchsergebnisse

5.1 Einfluss der Dichteunterschiede der Materialgemische

In Tabelle 3 sind die Versuchsergebnisse der untersuchten Materialgemische im Vergleich aufgeführt. Es wurden asymmetrische Schwingungsformen gewählt, die im Laufe der Versuche als günstig erkannt wurden.

Tabelle 3: Materialgemische und ihre Setzbarkeit

??????i??
Versuch ??????i??Kurvenform Setzdauer in [s] sonstige Parameter augenscheinliche Beurteilung
Ziegel / Altbeton K7 120 hHub=19 mm
Ziegel / Altbeton K5P 60 hHub=19 mm
Steinkohle / Altbeton K7 60 hHub=14 mm +
Steinkohle / Altbeton K5P 60 hHub=14 mm ++
Steinkohle / Ziegel K7 30 hHub=14 mm ++
Steinkohle / Ziegel K5P 60 hHub=14 mm ++
Gipskarton / Altbeton K7 30 hHub=14 mm +++
Gipskarton / Altbeton K5P 60 hHub=14 mm +
K7 - asymmetrische Schwingung ähnlich wie Abb. 2b K5P - asymmetrische Schwingung ähnlich wie Abb. 2c mit Impuls ++++ perfekte durchgehende Schichtung - leichte Schichtung +++ perfekte Schichtung in der Mitte / Rand leicht vermischt dünne Leichtgutschicht auf dem Setzbett ++ perfekte Schichtung in der Mitte / Rand stark vermischt keine Veränderung + gute Schichtung in der Mitte / Rand stark vermischt

Die Einstufung der Sortierbarkeit q kann mit den aufgeführten Versuchen bestätigt werden. Für das Gemisch Ziegel / Altbeton wurde eine Sortierbarkeit von 1,33 berechnet, bei der nach SCHUBERT eine Trennung nur bei gröberem Gut mit mäßigem Erfolg möglich ist. Obwohl für dieses Gemisch optimale Versuchsparameter gewählt wurden, war keine Trennung möglich. Die drei anderen Gemische hingegen haben einen q-Wert größer 2,5. Erwartungsgemäß konnte bei relativ geringer Setzzeit und kleinem Hub eine gute Trennung erreicht werden.



 
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