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Entwicklung einer neuen Maschinentechnik zur nassmechanischen Trennung von Stoffen nach ihren spezifischen Gewichten
Einleitung
Wissenschaftliche Grundlagen des Setzprozesses
Versuchsstand
Einfluss des Hubs
Zusammenfassung der Versuchsergebnisse
Modellsoftware JIGSIM
Messdaten- und Parametereingabe
Simulationsberechnung
Modell nach Schubert
Energetische Betrachtungen
Beispiel für Kurvenform
Versuchsdurchführung
Versuchsmaterial
Zusammenfassung

2.3. Zusammenfassung der Versuchsergebnisse

Anhand der bereits durchgeführten Untersuchungen konnten wichtige Daten für eine Modellierung gesammelt werden. Im Vordergrund dieser Untersuchungen stand der Einfluss der Kurvenform, allerdings war es ebenfalls erforderlich, Parameter wie die Zeit, den Hub oder die Frequenz zu variieren. Folgende Ergebnisse konnten zum Einfluss der Parameter Hub, Setzdauer und Setzbetthöhe gewonnen werden:

  • Der Hub hat signifikanten Einfluss auf das Setzergebnis. Ein größerer Hub führt zu einer verbesserten Materialtrennung.
  • Eine größere Setzdauer hat ganz klar einen positiven Einfluss. Jedoch konnte bei Problemgemischen mit geringeren Dichteunterschieden festgestellt werden, dass auch bei sehr langen Setzvorgängen keine Verbesserungen zu beobachten sind.
  • Ebenso verhält es sich mit der Setzbetthöhe. Je geringer sie ist, desto besser ist das Setzergebnis.

Bei den untersuchten Materialgemischen Steinkohle/Altbeton, Steinkohle/Ziegel und Altbeton/Gipskarton konnten gute Trennergebnisse erreicht werden. Jedoch konnte bei dem Materialgemisch Altbeton/Ziegel auch bei Verwendung optimaler Versuchsparameter kein Ansatz zu einer Schichtbildung erreicht werden. Die angegebene Formel für die Setzbarkeit in Setzmaschinen wurde mit den Versuchen bestätigt.

Bei den Schwingungsformen stellte sich klar heraus, welche Kurvenformen bei den vorhandenen Parametern ungeeignet für den Setzvorgang sind (K3,K3P,K6,K9). Positive Trennerfolge konnten mit den asymmetrischen Schwingungen erreicht werden. Zum Einsatz des Impulses ergab sich, dass dieser einen positiven Effekt haben kann, aber auch die eigentliche Schwingung zerstören kann. Bei den durchgeführten Versuchen konnte die Aussage aus der Fachliteratur verifiziert werden, dass eine schnelle Anhubphase und eine darauf folgende lange Setzphase eine positive Wirkung auf den Setzvorgang haben. Auf Basis der in den Vorversuchen gewonnenen Erkenntnisse kann begonnen werden, eine optimierte Setzmaschine zur nassmechanischen Sortierung von Stoffen nach ihren spezifischen Gewichten zu entwickeln. Weiter dienten die Vorversuche dazu, ein empirisches Modell zu entwickeln und mit experimentellen Daten zu hinterlegen.

3. Empirisches Modell

3.1. Mathematische Berechnungsgrundlagen

Um ein Modell für eine Simulation zu erstellen, ist es notwendig, die wesentlichen Einflussgrößen und die den Vorgang beeinflussenden Faktoren zu erkennen. Unter Punkt 2 wurde weitestgehens versucht diese durch Versuche festzustellen, um deren Wirkung auf den Setzvorgang beschreiben zu können. Aus der Literatur und den durchgeführten Versuchen ist bekannt, dass folgende Parameter einen Einfluss auf das Trennergebnis haben:

-Rohdichte des Materials

-Durchsatz bzw. Setzdauer

-Kurvenform bzw. Schwingungsart

-Hub

-Frequenz

-Setzbetthöhe

-Neigung des Setzbettes

-Fluiddichte

Die ersten vier Parameter wurden während der Versuchsphase (siehe Punkt 2) näher untersucht. Dabei konnte festgestellt werden, inwieweit eine Veränderung der Parameter das Ergebnis des Setzvorganges beeinflusst. Aufgrund des bereits hohen Versuchsaufwandes konnten die übrigen Parameter nur in begrenztem Umfang untersucht werden. Für die Modellierung werden hierfür Angaben aus der Literatur verwendet. Um aber sicher gehen zu können, ob diese korrekt sind, wurden sie ansatzweise durch Versuche geprüft. Das Modell beruht auf empirischen Daten, d.h. aufgrund der gesammelten Messergebnisse werden Zwischenwerte berechnet, welche oberhalb bzw. unterhalb eines bestehenden Messpunktes existieren. Handelt es sich dabei um nur zwei Parameter, ist dieser Vorgang sehr einfach durch lineare Interpolation zu berechnen. Beim Setzprozess hingegen gibt es eine große Anzahl an variierenden Parametern, welche sich untereinander beeinflussen und abhängig voneinander sind. Solche komplexen Berechnungen sind nur über eine spezielle Software und einen umfangreichen Datenpool zu realisieren. Im Fall der Setzmaschine wird von jedem Parameter jeweils eine Datenreihe benötigt, aus der hervorgeht, wie die Veränderung zum einen den Trennerfolg, aber auch andere Parameter beeinflusst. Diese Abhängigkeiten lassen sich zum großen Teil in Diagrammen darstellen und mit Hilfe von Funktionen beschreiben. So erhält man für jede Abhängigkeit eine Funktion, welche dann untereinander kombiniert werden können. Mit dieser Methode ergibt sich die Möglichkeit, dass mehrere Einstellungen parallel variiert und somit völlig neue Situationen simuliert werden können.



 
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