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3.2.6. Modell nach SchubertDas Modell nach Schubert ist im Fenster Parameter unter dem Ordner Modell zu finden. Es dient zur Berechnung der Auflockerung einer Kornschicht im pulsierenden Fluidstrom. Zum anderen kann damit die Setzbarkeit von Stoffgemischen in Abhängigkeit von der Korngröße ermittelt werden. In Setzmaschinen erfolgt die Auflockerung des Setzbettes in einem pulsierenden Fluidstrom, dem im Allgemeinen ein konstanter Fluidstrom überlagert ist. Um bestimmen zu können, ab welchem Punkt eine Auflockerung stattfindet und damit ein Setzprozess möglich wird, gibt Schubert folgende Bedingung an: 1 ? h • n > ??
p L l Tabelle 6: Festgelegte Einheiten
Die benötigten Parameter werden während der Berechnung aus den Programmeinstellungen übernommen. Das heißt, wenn Parameter für die Berechnung geändert werden sollen, so müssen die Werte unter Parameter-Material und Parameter-Setzmaschine korrigiert werden. Das Ergebnis der Berechnung wird ebenfalls im Simulationsfenster grafisch in Abhängigkeit vom Hub dargestellt (siehe Abb. 24). Zugleich findet man über dem Diagramm die genauen Zahlenwerte, für die unter Setzmaschine eingestellte Frequenz. Für das Modell können somit die Mindestwerte für Hub und Frequenz ermittelt werden. 3.3. Grenzen der SimulationDa es sich hier um ein empirisches Modell handelt, kann nur in den Grenzen simuliert werden, in denen auch Messdaten vorliegen. Je weiter man sich von diesen Messdaten entfernt, desto größer werden die Abweichungen von der Realität. Aufgrund der Tatsache, dass auf den Setzmaschinenprototypen noch keine Versuche durchgeführt werden konnten, konnten Simulationen mit dem Durchsatz als variable Eingangsgröße bisher nicht durchgeführt werden. Daher steht diese Funktion derzeitig nicht zur Verfügung. Wegen Proportionalität zwischen Setzdauer und Durchsatz bei konstanter Setzbetthöhe sind die Funktionen für Durchsatz aus den bereits berechneten Funktionen f(x) ableitbar. 3.4. Erweiterbarkeit der SoftwareBei der Programmierung wurde darauf geachtet, dass eine spätere Erweiterung an den einzelnen Programmabschnitten jederzeit möglich ist. Zum Beispiel ist unter dem Ordner Modell bereits die Option für die Diskrete-Elemente-Methode vorhanden (siehe Abb. 25). Dieses Modell wäre der nächste logische Schritt in einer noch genaueren Modellierung der Setzmaschinentechnik, welcher ebenfalls mit dieser Software vollzogen werden kann. Weiterhin wird ein großer Messdatenpool durch zukünftige Versuche auf dem Setzmaschinenprototypen entstehen, welcher durch die Software verwaltet werden muss. Die dafür vorgesehenen Schnittstellen sind bereits Grundlage der Software und können gegebenenfalls auch noch später angepasst werden. 3.5. Anmerkungen zur ProgrammierungFür die Erstellung der Software kam die
Programmiersprache C++ zum Einsatz, da diese eine Reihe von wichtigen Kriterien
erfüllt. Zum einen ist sie sehr verbreitet, womit die Software von anderen
Entwicklern problemlos erweitert werden kann und zum anderen bietet sie mit der
Winapi (Schnittstelle zur Windowsoberfläche) alle Voraussetzungen, um auf
Windows basierenden Systemen eingesetzt zu werden. Als Compiler kam
DevC++[4.9.8.7] zum Einsatz. Dieser kostenlose Compiler unterliegt der GNU
(GENERAL PUBLIC LICENSE) und war für die Softwareentwicklung völlig ausreichend.
Auch er bietet den Vorteil, dass andere Entwickler diese Software verwenden und
neuen Quellcode hinzufügen können. Im Anhang des Abschlussberichtes befindet
sich der Quellcode der Software, wobei aufgrund des großen Umfanges die weniger
relevanten Programmklassen ausgelassen wurden. Der vollständige Programmcode
befindet sich auf der CD-ROM zum Abschlussbericht. |