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4.2.2 Durchführung der Durchlaufmahlung Die Durchlaufmahlungen unter Verwendung von Cylpebsen bzw. Stahlkugeln gliedern sich je in zwei Versuchsreihen mit Durchgängen unterschiedlicher Spaltweiten. Dem Versuchsprogramm (Abb. 7) ist zu entnehmen, dass die er 4.2 Durchführung der Mahlung von Zementklinker 4.2.2 Durchführung der Durchlaufmahlung - 44 zeugten Produkte als Aufgabegut für den folgenden Durchgang dienten, d.h. als Aufgabegut wurde Zementklinker mit unterschiedlichen Korngrößenverteilungen bzw. Feinheiten verwendet. Bei Erarbeitung des Versuchsprogramms sollten die Einstellungsmöglichkeiten bezüglich Austragsspalt der Kugelmühle ausgeschöpft werden. Verschiedene Versuche mit der Spaltweite 50 mm blieben jedoch ergebnislos, da infolge der Konstruktionsweise des Spaltes selbiger mit Mahlgut bzw. mit Mahlgut und Mahlkörpern verstopfte. Ein kontinuierlicher Durchsatz war nicht oder nur sehr schwer einzustellen. Aus diesem Grund beschränken sich die durchgeführten Versuche auf die Spaltweiten 100 mm und 150 mm. Die Versuchsprotokolle aller Mahldurchgänge sind im Anhang VI zu finden. Vor Beginn einer Durchlaufmahlung wurde der Spalt auf die gewünschte Breite ein- bzw. umgebaut und das Aufgabegut (< 4 mm) in den Vorratstrichter über der Dosierrinne eingefüllt. Über ein Fallrohr gelangt das dosierte Mahlgut direkt in den Mühlenraum. Von dieser Seite der Mühle wird im Mühlenbetrieb das Mahlgut zur gegenüberliegenden Seite mit Austragsspalt transportiert. Während dieser gerichteten Bewegung wird das Mahlgut durchmischt und Beanspruchungsereignissen ausgesetzt. Im Durchlaufbetrieb benötigt die Kugelmühle eine Einlaufzeit, welche die Möglichkeit gibt, den Massenstrom der Aufgabe dem des Produktes mittels Dosierrinne anzugleichen. Weiterhin wird vermieden, dass das zu Beginn des Mahlvorgangs am Austrag befindliche, nicht bzw. unvollständig zerkleinerte Material die Ergebnisse der Produktfeinheit verfälscht. Tabelle 10: Beispiel eines Versuchsprotokolls einer Durchlaufmahlung Die Schwierigkeit der Durchlaufmahlung liegt in der Einstellung eines konstanten Durchsatzes. Verstopfungen des Austragsspaltes mit Mahlgut bzw. Mahl 4.2 Durchführung der Mahlung von Zementklinker 4.2.2 Durchführung der Durchlaufmahlung - 45 körpern und das Schießen sehr feinen Mahlgutes aus dem Vorratstrichter erschweren die Regulierung konstanter Massenströme erheblich. Je nach Durchsatzmenge eines Durchlaufes wurde in Intervallen von 30 min (z.T. auch 20 min bei hohen Durchsätzen) die Mahlanlage gestoppt und das Mahlprodukt gewogen (Bsp.: Tab. 10). Aus diesen Massen wurden die Durchsatzleistungen errechnet und Proben zur Bestimmung der Korngrößenverteilung und spezifischen Oberfläche entnommen. Unter dem Aspekt eines konstanten Durchsatzes wurden einige Proben für die anschließenden Untersuchungen ausgewählt. Für den in Tabelle 10 dargestellten Durchlauf wurden beispielsweise die Proben Dm5C1,0 II und Dm5C1,0 III mit den markierten Durchsätzen 111,6 kg/h und 110,0 kg/h ausgewählt. Von diesen Proben wurden Siebanalysen angefertigt und das Unterkorn von < 125 µm vor der Laserbeugungsanalyse auf einer Rollenbank homogenisiert. Die anschließend erstellten Anschlussanalysen eines Durchlaufs wurden gemischt und bilden die Grundlage der Versuchsauswertung und des Modellierungsprozesses. 5.1 Versuchsauwertung der Chargenmahlung 5.1.1 Chargenmahlung mit Cylpebsen - 46 5 Versuchsauswertung und Diskussion der Ergebnisse 5.1 Versuchsauswertung der Chargenmahlung In der modernen Aufbereitungstechnik ist die satzweise Zerkleinerung von untergeordneter Bedeutung. Für die Aufbereitung geringerer Produktmengen in kleintechnischem Maßstab und für Untersuchungen im Labormaßstab ist die Chargenmahlung durchaus geeignet. Für die Versuchsauswertung wurden die folgenden Bezeichnungen der Proben verwendet. Das Beispiel erklärt die Bezeichnung einer Chargenmahlung. Beispiel : Cm C 0,5 Mahldauer in Stunden (z.B. t = 0,5 h) Mahlkörper (C = Cylpebse, K = Kugeln) Cm = Chargenmahlung Die Durchgangskennlinien und Verteilungsdichten der Korngrößenanalysen von den Produkten der Chargenmahlungen sind in den Diagrammen im Anhang VII enthalten. |