Home » Publikationen » Modellierung der Kugelmühle als Teilkomponente der Kugelmahl-Sicht-Anlage - Zuordnen von Kenngrößen
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Modellierung der Kugelmühle als Teilkomponente der Kugelmahl-Sicht-Anlage
Einleitung
Grundbegriffe der Modellierung
Grundbegriffe der Zerkleinerung
Theoretische Grundlagen
Prozessparameter von Mahlkörpermühlen
Zerkleinerungsgrad
Charakterisierung des Aufgabematerials und angewandet Verfahren
Charakterisierung des Aufgabematerials und angewandet Verfahren
Chemische Analyse
Bestimmung der Mahlbarkeit nach Bond
Bestimmung der spezifischen Oberfläche
Kugelmahl-Sicht-Anlage
Durchführung der Durchlaufmahlung
Chargenmahlung mit Cylpebsen
Versuchsauwertung der Chargenmahlung
Durchsätze der Cylpebse- und Kugelmahlung
Korngrößenanalyse der Cylpebse -und Kugelmahlung
Spezifische Oberflächen der Cylpebse- und Kugelmahlung
Modellierung der Kugelmühle
Zuordnen von Kenngrößen
Erzeugen der Ausgangsdaten zur Modellierung der Kugelmühle
Modellbildung mittels relativer Kornanreicherung
Modellbildung mittels relativer Kornanreicherung
Modellbildung mittels standardisierter Kornanreicherung
Modellierung der Mühle für den Chargenbetrieb
Chargenmahlung mit Cylpebsen
Chargenmahlung mit Kugeln
Modellierung der Durchlaufmahlung
Modellierung mittels x80-Wert des Aufgabegutes als Kenngröße
Zusammenfassung und Ausblick
Literaturverzeichnis

6.1.1.2 Zuordnen von Kenngrößen

Für den Prozess der Modellierung mussten die vorhandenen und neu erstellten granulometrischen Kenngrößen mit den Körnungsobjekten bzw. mit den Mühlenmodellen in Verbindung gebracht werden. Den Objekten bzw. Modellen wurden die benötigten Kenngrößen zugewiesen. Einem Objekt können beliebig viele verfügbare Kenngrößen zugeordnet werden. Hierfür sind nur die Kenngrößen verfügbar, welche im Kenngrößenpool enthalten sind.

Den Objekten wurde für die zugeordneten Kenngrößen ein charakterisierender Zahlenwert zugewiesen, der sich innerhalb des Gültigkeitsbereiches befindet. Damit wurde die Kenngröße mit dem aktuellen Wert am Objekt geführt.


6.1 Das Programm PMP-Compact

6.1.2 Voreinstellungen - 67

In Abbildung 35 wird an einem Beispiel die Zuordnung einer Kenngröße für ein Mühlenobjekt der standardisierten Kornanreicherung dargestellt. Der Kenngröße - Mahldauer Chargenmahlung - wird der Wert 60 min. zugewiesen. Die zweite zugeordnete Kenngröße -Durchsatz (Komponente) - gibt bei den Chargenmahlungen die konstant gehaltene Mahlgutmasse von 55 kg an. Den Objekten der Durchlaufmahlungen wurden die Kenngrößen - Austragsspaltweite - und - Durchsatz(Komponente) - zugeordnet. Die zuletzt Genannte definiert

den Massengutstrom des Aufgabeguts bzw. Produkts.

Abbildung 35:
Dialog - Zuordnungen

6.1.2 Voreinstellungen

Die globale Voreinstellung von Körnungsobjekten stellt sicher, dass die Struktur und damit die Partikelgrößenverteilung von Körnungsobjekten vergleichbar und bewertbar ist. Die Voreinstellungen betreffen die Bilanzgröße, granulometrische und zugeordnete Kenngrößen der Körnungsobjekte.

•Voreinstellung der Objekte

Die Voreinstellungen sind an den jeweiligen Objekttyp gebunden, d.h. sie beziehen sich ausschließlich auf Körnungsobjekte oder Zerkleinerungsobjekte.

‹ Voreinstellungen an Körnungsobjekten

Sowohl beim Anlegen eines Körnungsobjektes als auch im Ergebnis der Anschlussanalysen werden die Voreinstellungen beachtet. Da bei bestehenden oder in das Projekt importierten Objekten veränderte Voreinstellungen unberücksichtigt bleiben, wurden diesen Objekten die Voreinstellungen des aktuellen Projektes übertragen. Durch Auswahl der vier Bereiche:

- Allgemeine Angaben, - Zuordnungen,

-Kenngrößen und - Korngrößenreihe

wurde festgelegt, welche Eigenschaften auf die Voreinstellung abgeglichen werden sollten.

6.1 Das Programm PMP-Compact

6.1.3 Erzeugen der Ausgangsdaten zur Modellierung der Kugelmühle - 68

‹ Voreinstellungen an Zerkleinerungsobjekten (r_pcr und s_pcr)

Beim Erzeugen von Zerkleinerungsobjekten mit Hilfe der relativen Kornanreicherung r_pcr und standardisierten Kornanreicherung s_pcr greift das Programm PMP-Compact auf die jeweils globalen Voreinstellungen zurück. Für die Methoden der relativen und standardisierten Kornanreicherung wurden die Struktur betreffende Einstellungen der Zerkleinerungsobjekte individuell geändert, z.B. Änderung der Normierungen. Weiterhin wurde in den Voreinstellungen global festgelegt, welche Kenngrößen und Zuordnungen am Objekt geführt werden sollten.

•Voreinstellung der Anzeige

Zum Vergleichen und besseren Verständnis der Kenngrößen wurden diese in Diagrammen bzw. Eingabe-, Anzeige- und Kenngrößentabellen für die Anzeige bzw. Darstellung zur Verfügung gestellt. So wie die Objektvoreinstellungen sind auch die Zuordnungen der Anzeige an den Objekttyp gebunden. Es wurden die Kenngrößen ausgewählt, welche für den entsprechenden Objekttyp voreingestellt bzw. für die Modellierung von Bedeutung sind, z.B. der x3(Q = 80,00 %)-Wert in den Diagrammen und Kenngrößentabellen der Körnungsobjekte als Bewertungsorientierung. Für eine ergänzende Beschreibung von Objekten gleichen Typs kann im Projektfenster zusätzlich eine Kenngröße dargestellt werden. Alle Kenngrößen, die zuvor in den Voreinstellungen und Zuordnungen eines Objekttyps festgelegt wurden, stehen für eine Anzeige zur Verfügung. Die getroffenen Veränderungen werden nur bei neu erstellten Diagrammen, Tabellen und Fließbildern bzw. beim Aktualisieren der sekundären PMP-Fenster wirksam.

6.1.3 Erzeugen der Ausgangsdaten zur Modellierung der Kugelmühle

6.1.3.1 Erzeugen neuer Körnungsobjekte

Vom Aufgabegut der Cylpebse- bzw. Kugelmahlungen und des Mahlbarkeitstests sowie von verschiedenen Mahlprodukten wurden Siebanalysen im Korngrößenbereich von 125 µm bis 4,0 mm angefertigt (Abschnitt 3.1.1). Die gewonnenen Daten der Siebanalysen wurden in ein entsprechend benanntes Projekt des Programms überführt.

Vor dem Erzeugen eines neuen Körnungsobjektes aus Siebanalysedaten wurden die Voreinstellungen der Anzeige und die allgemeinen Voreinstellungen der



 
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