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6.1 Das Programm PMP-Compact 6.1.3 Erzeugen der Ausgangsdaten zur Modellierung der Kugelmühle - 69 Körnung vorgenommen. In Abhängigkeit von den verwendeten Siebreihen in den Siebanalysen (siehe Tabellen 2 und 3) wurden die Korngrößenreihen für die zu erstellenden Körnungsobjekte voreingestellt. Zu jeder Siebanalyse des Aufgabegutes und der Zerkleinerungsprodukte wurde ein neues Körnungsobjekt mit eindeutiger Bezeichnung angelegt. Vor dem Eintragen der Siebrückstände in die Siebtabelle kam es zur Festlegung der Sieboptionen (Abb. 36). Nach der Eingabe und Übernahme der Daten errechnet das Programm automatisch die Werte der Durchgangs- bzw. Verteilungsdichtefunktion und die ausgewählten granulometrischen Kenngrößen des Körnungsobjektes. Abbildung 36: Dialog - Siebtabelle 6.1.3.2 Importieren von Messdaten Der Großteil der Korngrößendaten, die Feinanteile < 125 µm des Aufgabeguts und der Produkte, wurden mit Hilfe der Laserbeugungsanalyse ermittelt. Das im Basispaket enthaltene Modul PARSIZE-Messdatenimport ermöglicht den Datenimport von verschiedenen Partikelgrößenmessgeräten bzw. aus Dateien im ASCII-Format. Durch den Import der Messdaten des Laserbeugungsgerätes Coulter 230 LS vom Dateityp *.$av wurden im aktuellen Projekt Körnungsobjekte erstellt, welche anschließend eindeutig bezeichnet wurden. Um den Körnungsobjekten der Durchlaufmahlung einen Durchsatz bzw. denen der Chargenmahlung eine Mahlgutmasse zuzuweisen, wurde der Zahlenwert den entsprechenden Objekten zugeschrieben. Somit wurde die beschreibende Bilanzgröße mit diesem Wert am Objekt geführt und stand weiteren Berechnungen zur Verfügung. 6.1.3.3 Verknüpfen von Kornverteilungen mittels Analysenkopplung Da für die Aufgabekörnungen und verschiedene Produktkörnungen (125 µm 4000 µm) die Siebanalyse einerseits und unterhalb von 125 µm die Laserbeugungsanalyse andererseits zur Anwendung kam, wurden die zusammengehörigen Körnungsobjekte aus der Sieb- und Laserbeugungsanalyse zu einer Gesamtkörnung in PMP-Compact verknüpft. 6.1 Das Programm PMP-Compact 6.1.3 Erzeugen der Ausgangsdaten zur Modellierung der Kugelmühle - 70 Mit Hilfe der - Anschlussanalyse Spezial - wurden die Körnungsanalysen aus unterschiedlichen Messbereichen zu einer gemeinsamen Partikelgrößenverteilung verbunden. Die Berechnung der gemeinsamen Partikelgrößenverteilung erfolgt, indem die Partikelgrößenverteilung der Siebanalyse des Grobbereichs bis zur Anschlusskorngröße beibehalten wird, während die der Laserbeugungsanalyse im Feinbereich auf den Durchgangswert im Anschlusspunkt umgerechnet wird. Diese Umrechnung wird in Abb. 37 graphisch dargestellt (blauer Graph). Der Durchgangswert für den Anschlusspunkt bei 125 µm wird von ca. 91 % auf den Durchgangswert von ca. 29 % (schwarz) umgerechnet. Dafür werden alle Durchgangswerte der Laserbeugungsanalyse im gleichen Verhältnis verkleinert. Der rote und schwarze Graph ergeben damit zusammen die Durchgangskennlinie des neuen Körnungsobjektes aus der Anschlussanalyse.
Abb. 37: Verfahren der Anschlussanalyse Abb. 38: Anschlussanalyse Die zu verknüpfenden Analysen waren im jeweils aktuellen Projekt verfügbar und wurden im Dialog -Anschlussanalyse-Spezial - ausgewählt. Abbildung 38 veranschaulicht am Beispiel des Aufgabegutes für die Mahlungen mit Cylpebsen die Vorgehensweise der Anschlussanalyse. Für den Grobbereich wurde das Körnungsobjekt der Siebanalyse (SA Cylpebse 1/1, roter Graph) und für den Feinbereich das Körnungsobjekt der zugehörigen Korngrößenanalyse (KGA Aufgabe Cylpebse1/1, blauer Graph) übertragen. Die so ausgewählten Objekte überdecken sich in ihren Messbereichen in einem gemeinsamen Bereich bzw. mindestens in einem Punkt. Da bei der Siebanalyse als feinste Siebmaschenweite 125 µm gewählt und vom Unterkorn eine Laserbeugungsanalyse angefertigt wurde, beträgt die Anschlusskorngröße zur Verbindung beider Analysen 125 µm. Diese wurde mittels Schieberegler im gemeinsamen Bereich eingestellt (Abb. 38). Parallel dazu wurde die Qualität der aktuellen Anschlussgüte im nebenstehenden Dialog betrachtet. Diesbezüglich besaßen alle vorgenommenen Anschlussanalysen gute (+) oder sehr gute (++) Anschlussgüten. 6.1 Das Programm PMP-Compact 6.1.3 Erzeugen der Ausgangsdaten zur Modellierung der Kugelmühle - 71 Mit Beendigung einer Analysenkopplung wurde im Projekt das neue Körnungsobjekt angelegt, das für den folgenden Arbeitsschritt - Mischen von Körnungsobjekten - zur Verfügung stand. 6.1.3.4 Mischen von Körnungsobjekte Um für die Modellierung repräsentative Korngrößenverteilungen aus den Siebund Laserbeugungsanalysen zu gewinnen, wurden Doppel-bzw. Mehrfachbestimmungen vom Aufgabegut durchgeführt. Mehrere Proben wurden auch bei den Durchlaufmahlungen von jedem Durchlauf entnommen (Abschnitt 4.2.2). Die meist zwei bis drei Proben mit vergleichbarem Durchsatz wurden analysiert und für die Modellierung zu einem Körnungsobjekt zusammengefasst. Dies wurde über das Mischen bzw. Vereinigen der Partikelgrößenverteilungen zusammengehöriger Körnungsobjekte erzielt. Für die Mischungsrechnung müssen die Angaben der Bilanzgröße in den Körnungsobjekten Werte größer Null annehmen. Der Wert der Bilanzgröße ist bei zusammengehörigen Körnungsobjekten identisch, d.h. die Masse der Aufgabe einer Chargenmahlung bzw. die Durchsatzleistung einer Durchlaufmahlung sind konstant. Dies hat zur Folge, dass die Kornfraktionen der Objekte zu gleichen Anteilen gewichtet und vereinigt werden. Die berechnete mittlere Partikelgrößenverteilung wird in einem neuen Körnungsobjekt im Projekt abgelegt. 6.1.3.5 Abgleichen der Korngrößenreihen Für die Modellierung sind Körnungsobjekte mit identischer Korngrößenreihe notwendig, da diese ansonsten beim Modellierungsprozess die Korngrößenreihen automatisch und unkontrolliert angeglichen werden und eine exakte Rückrechnung nicht immer möglich ist. Hierzu wurde eine globale Korngrößenreihe erstellt, welche den gesamten Wertebereich aller Körnungsobjekte beinhaltet. ‹ Geometrisch:
0,04 µm - 350 µm plus Alle für die Modellierung relevanten Körnungsobjekte wurden auf diese gemeinsame Voreinstellung der Korngrößenreihe abgeglichen. |